Blog-Kommentare? So einfach wie möglich!

Menschen sind von Natur aus faul. Machen wir uns nichts vor und nehmen diese Tatsache einfach hin. Wenn Du das beim Erstellen einer Webseite oder Deines Blogs im Hinterkopf behältst, hast Du größere Erfolgaussichten mit Deinem Weblog. Versprochen…

Diese Faulheit ist es, die oftmals unsere Blogstruktur bedingt und warum wir viele Buttons direkt vor der Nase unserer Leser platzieren. Idealerweise sind alle Inhalte nur einen Klick entfernt und der größte Kraftaufwand seitens des Blogbesuchers ist ein Mausklick.

So weit, so gut…

Bei einem Aspekt des Bloggens wird die weiterverbreitet Faulheit unserer Leser aber oftmals rigoros unterschlagen und vergessen, dass durchschnittlich nur das Wenigste eines Blogartikels gelesen wird.

Nämlich im Kommentarbereich des eigenen Blogs. Hier werden mitunter kaum Mittel gescheut, die eigenen Besucher vom anregenden Gedankenaustausch abzuhalten und ihnen möglichst viele Steine in den Weg gelegt, um das Kommentieren zu erschweren.

Anders ausgedrückt: Jede Seite, die mehr verlangt, als Mailadresse und meinen Namen, hat mir schon oftmals die Lust am Kommentieren geraubt. Blog-Kommentar: Fehlanzeige.

Blog-Kommentare und Captchas

Ich gebe natürlich zu, dass ich schon das ein oder andere Mal versucht habe, pixelige CAPTCHAS zu entschlüsseln, um mich unter einem Artikel zu verewigen. Und ja, ginge es dabei um mein Leben würde mich das mit Sicherheit nicht abhalten und auch unzähligen Fehlschlägen wären kein Problem. Nun…, allerdings haben Blog-Kommentare diese Brisanz recht selten.

Captchas im Kommentarbereich

Blog-Kommentar trotz Captcha? Meisterleistung!

Doch spätestens, wenn hier die Alarmglocken des verschrobenen Captchas klingeln und ich erneut eine Sicherheitsabfrage hinterlassen muss, um zu kommentieren, bin ich weg.

Kommentar-Moderation: Ein Relikt für Hilflose?

Ein weiteres spannendes Hightlight, das ich als sinnlos erachte, ist die sogenannte Kommentarmoderation. Diese wird größtenteils dann genutzt, wenn Blogger sicherstellen wollen, was oder wer im eigenen Blog Unfug treibt. Aber macht das wirklich Sinn?

Denn wer ein sinnvolles Spamplug installiert hat, muss sich in der Regel kaum um die Relevanz seiner Kommentare kümmern. Und klar, ein paar Spammer rutschen immer durch. Aber das tun sie auch so. Und im Worst Case müssen wir alle paar Wochen ein paar dutzend Blog-Kommentare von Hand löschen… Schlimm?

Wenn ich im Internet einen Blog-Kommentar hinterlasse, möchte ich, dass dieser innerhalb kürzester Zeit auch erscheint. Ich will als Leser wahrgenommen werden! Denken wir nochmals an die Faulheit unserer Leser, sollte dieser Aufwand schnellstmöglich honoriert werden.

Und auch wenn dieser Satz dem ein oder andere Besucher absurd erscheint, sollte er sein eigenes Kommentarverhalten überprüfen und außerdem dabei beachten, dass nicht jeder Leser ein Teil der Blogosphäre ist und um die Sorgen, Nöte und Erwartungen eines Bloggers weiß.

Das Moderieren von Kommentaren macht also nur bedingt Sinn und schadet meist eher, als es wirklich bringt. Jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht. Denn ob Blog-Kommentare nun sofort erscheinen oder erst später, macht de facto keinen Unterschied: Wir lesen sie ja, wenn sie uns interessieren, eh. Oder etwa nicht?

Das sollte im Kommentarbereich also fehlen:

  • Jegliche Form von CAPTCHAS.
  • Wenn CAPTCHAS sein müssen, stell sicher, dass sie lesbar sind.
  • Kommentarmoderation
  • WordPress-Login (“Du musst eingeloggt sein, um zu kommentieren…”)
  • Email-Bestätigung
  • Alles, was mehr als einen Schritt seitens des Besuchers benötigt!

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5 legendäre Kommentare zu "Blog-Kommentare? So einfach wie möglich!"

  1. Uli sagt:

    Puh… Glück gehabt. Dann mach ich ja alles richtig auf meinem Blog ;-)
    Mir gefällt dieser neue Blog hier, aber ich glaube ich muss auch ein bisschen schimpfen :mrgreen: : “Geld-im-Netz” wird momentan stark vernachlässigt! Seit 2 Monaten kein Artikel mehr… Wäre es da nicht sinnvoller gewesen, das Konzept der Blogkiste mit in den anderen Blog zu integrieren? Soooo themenfremd zu “Geld-im-Netz” sind diese Beiträge hier ja nicht!

    • Jonas Geldschläger sagt:

      Oh. Eigentlich ist der offizielle Start der Blogkiste doch noch gar nicht eingeläutet. Ich blogge hier doch noch ein wenig im Hintergrund und Kommentare trudeln noch recht überschau bar ein :-)

      Aber dennoch freue ich mich, dass Du den Weg schon hier her gefunden hast, obwohl ich erst im Laufe des Dezembers offiziell diesen Blog eröffnen werden. Denn…, wie gehabt, gut Ding will bekanntlich Weile haben.

      Und ja…, es stimmt. So sehr scheinen sich die Themen nicht zu beißen, doch – das habe ich irgendwann schon geschrieben, soll es auf dem anderen Blog nunmehr vermehrt um das Geld verdienen gehen und eben der ganze Blogspaß ausgegliedert werden. Aber natürlich sind die beiden Blogs miteinander verschlungen, das wird zukünftig auch noch ein wenig deutlicher.

      Und ja…, ich fasse mir an die Nase und lasse mich “ausschimpfen” ;-)

      Das ändert sich alsbald alles wieder, doch gerade gibt es viele, viele Baustellen und parallel rasen wir auf den Weihnachtsabend zu. Da gibt es ordentlich zu tun.

      Aber…, keine Sorge, es geht an allen Fronten vorwärts und dann – ja, schon bald – laufen die Blogkiste und GiN einfach parallel zueinander.

      Bestes und nochmals vielen Dank für Deinen feinen Kommentar
      ich

  2. Jürgen 645 sagt:

    Blogs sollten für jeden und zu jedem Zeitpunkt zugänglich sein um besser informationen auszutauschen !!!!!

  3. Caro sagt:

    Keine spezifischen Anmerkungen zu den tatsächlichen, gegebenen Setup-Möglichkeiten bei den einzelnen gängigen Bloganbietern? Und nichts zum Thema Disqus? Ungewöhnlich für Deine ansonsten sehr ausgiebigen Artikel.
    In meiner Anfangszeit als *richtiger* Internetuser 2007 habe ich alle meine Kommentare 3-4 mal auf Papier vorgeschrieben, bevor ich sie gepostet habe. Heute schreibe ich sie nur noch einmal vor.
    Man muss hier allerdings hinzusagen, in der Regel kommentiere ich im Internet Werke von kommerziellen oder Hobbykünstlern — da braucht es manchmal gut überlegte Worte.
    Und da ich meist von meinem Smartphone aus poste, aus einem Gebiet mit schwankender — oft plötzlich verschwindender — Internetverbindung, mit der ständigen Sabotage meines getippten Textes durch die Telefoneigenen Rechtschreibempfehlungen (ganz besonders lustig wenn man englisch schreiben möchte), bleibt das Kommentieren ein sehr aufwendiges Unterfangen für mich.
    Ja und Captchas sind ein großes Problem. Es braucht oft 3 Anläufe bis meine Eingabe vom jeweiligen System akzeptiert wird.
    Außerdem denke ich, Kommentarmoderation wird am Meisten aus Angst vor Trolls genutzt und weniger aus Angst vor Spam.

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